Wie Unternehmen Gewinner der Digitalisierung werden

Erschienen am: 20. März 2017

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Die Bundeskanzlerin wartet beinah wöchentlich mit einem neuen Statement zum Thema digitale Vernetzung auf – nicht immer gelingt es ihr dabei, Ängste abzubauen. Bei der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover dreht sich naturgemäß ebenfalls alles um die Digitalisierung von Unternehmen. Diese sind, was das Thema digitale Transformation betrifft, zwiegespalten. Einerseits birgt die Digitalisierung große Innovations- und Absatzchancen. Andererseits befürchten viele, von den rasanten Entwicklungen abgehängt zu werden.

Digitalisierung treiben statt getrieben zu werden

Digitalisierung, Digitale Transformation

Die Digitalisierung bietet Unternehmen zahlreiche Chancen. Diese gilt es gezielt zu nutzen. (Bild: © Robert Kneschke / fotolia.com)

Dass sich Märkte immer schneller wandeln, Planungshorizonte kürzer werden und Innovationszyklen schneller ist schon fast ein alter Hut. Unternehmen, die heute noch up-to-date sind, können morgen schon von gestern sein, wenn sie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Oder es einfach „verpennt“ haben, die Digitalisierung mitzugestalten. Zugegeben, das ist nicht immer einfach. Was die Umsetzung der Digitalisierung in Unternehmen hemmt, sind vor allem drei Faktoren:

  1. Die Unternehmenskultur.
  2. Notwendige Anfangsinvestitionen ohne sofortigen Return on Investment.
  3. Fehlendes Knowhow bei Unternehmensleitung und Mitarbeitern.

Fakt ist, dass Megatrends wie die Digitalisierung immer auch Ängste schüren und Konservatismus auf den Plan rufen. Aber: Statt sich gegen Neues zu wehren sollten Unternehmen hier auf Mitgestaltung setzen. Alle Branchen können von der Digitalisierung profitieren. Wichtig dabei:

  • Strategisch vorgehen: Identifizieren Sie Unternehmensbereiche, in denen digitale Tools sinnvoll einsetzbar sind und gehen Sie Schritt für Schritt vor. Eine Soll-Ist-Analyse kann ein erster Schritt sein.
  • Unternehmenskultur anpassen: Schaffen Sie ein Klima, in dem Fehler erlaubt sind und als Chance zu lernen gesehen werden. Nur so werden die Neuerungen von Ihren Mitarbeitern auch angenommen.
  • Mitarbeiterpotenzial nutzen: Zapfen Sie vorhandenes Knowhow an, schaffen Sie neues durch Weiterbildung und nutzen Sie die kollektive Intelligenz für Ihr Unternehmen, z.B. durch Social Forecasting.

Arbeitskräfte fit machen für die Digitalisierung

Die Angst vor Arbeitsplatzverlust geht häufig mit der Digitalisierung einher. Tatsächlich aber entstehen durch die Digitalisierung eine Vielzahl von Arbeitsplätzen: Vor allem in Softwarefirmen und bei IT-Dienstleistern werden neue Stellen geschaffen. Der Branchenverband Bitkom erwartet bis Ende 2017 ein Plus von zwei Prozent, das entspricht 21.000 neuen Stellen, in der Digitalwirtschaft. Trotzdem sieht der Verband Bedarf bei der Entwicklung von Kompetenzen. Erste Schritte wären dabei die Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz in Schule, Aus- und Weiterbildung. Nur so lässt sich der zunehmende Fachkräftemangel der Branche beheben: Derzeit gibt es laut Bitkom 51.000 offene Stellen im IT-Bereich, Tendenz steigend.

Bei der Umstrukturierung von Unternehmen kann es hilfreich sein, sich zeitweise externe Unterstützung ins Team zu holen. Spezialisierte Berater helfen dabei, Mitarbeitern technische Neuerungen vertraut zu machen und unterstützen das Personal durch Schulungen. Außenstehende Experten fördern zudem die Akzeptanz von Innovationen und tragen so zur Konfliktminimierung in den spannungsreichen Zeiten des Wandels bei.

Alles eine Frage des Geldes?

Externe Berater, Umstrukturierung und neue Technologien kosten Geld – und das oft ohne sofortige Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Vor allem für KMU kann das zum Problem werden.

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Screenshot der Studie Digitalisierungsindex. (Quelle: https://www.digitalisierungsindex.de/studie/)

Zwar schätzen drei Viertel der Mittelständler das Thema Digitalisierung als wichtig oder sehr wichtig ein (Studie Digitalisierungsindex), dennoch investieren laut einer Studie der KfW-Bankengruppe vor allem kleinere Unternehmen (unter zehn Beschäftigte) weniger als 10.000 Euro jährlich in die digitale Transformation. Unternehmen gleich welcher Größe müssen sich jedoch klar machen, dass die Digitalisierung langfristig Absatzchancen und Marktpositionierung sichert. Für viele Mittelständler kann daher ein schrittweises Vorgehen die Lösung sein. Schritt für Schritt – in die Zukunft!

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Der Beitrag wurde verfasst von Thomas Ring, mmc Partner und Vorstand der mmc AG.

 

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