Leader kommunizieren anders

Erschienen am: 12. November 2014

Steve Jobs (Apple-Gründer), Martin Luther King (Bürgerrechtler) und die Wright Brothers (Erfinder): was haben sie gemeinsam? Sie alle waren Leader. Sie haben einen maßgeblichen Anteil daran, dass sich neue Ideen und Innovationen verbreiteten und durchsetzten. Steve Jobs und die Wright Brothers im wirtschaftlichen und technischen Bereich, Martin Luther King in Gesellschaft und Politik. Doch warum sprechen wir in ihrem Kontext von Leadern? Was macht jeden von ihnen zu einem „Leader“?

Wie kommunizieren Sie persönlich?

Fragen Sie sich einmal selbst: Wenn Sie eine Präsentation vor Kunden oder Kollegen halten müssen, wie bauen Sie Ihre Präsentation auf? Wahrscheinlich beginnen Sie mit Ihrem Produkt, das Sie vorstellen möchten, dem „Was“. Zum Beispiel haben Sie eine Software für Customer Relationship Management entwickelt, welche Sie natürlich verkaufen möchten. Sie erzählen also Ihrem Publikum, was diese Software alles kann, welche Features sie hat und wie einzigartif die Software aufgebaut ist. Sie wollen sozusagen neugierig auf mehr machen. Dann kommen Sie zum „Wie“: Beispielsweise sprechen Sie nun über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten im Geschäftsalltag und was man damit alles machen kann. Und was ist mit dem „Warum“? Warum haben Sie diese Software entwickelt? Klar, um Geld zu verdienen. Das werden Sie aber kaum in Ihrer Präsentation erwähnen. Und wahrscheinlich ist das auch besser so.

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Screenshot aus: Simon Sinek: How great leaders inspire action (© TED / YouTube; Originalvideo unter https://www.youtube.com/watch?v=qp0HIF3SfI4)

Leader stellen das WARUM in den Mittelpunkt

Anders als eventuell Sie, kommunizieren Leader anders herum, so auch Steve Jobs, Martin Luther King und die Wright Brothers. Und das ist es, warum sie Leader geworden sind beziehungsweise man sie Leader nennt.

Alle drei hatten eine große Idee, einen Traum, einen inneren Antrieb – sie hatten ein „Warum“. Dieses „Warum“ stand am Anfang ihrer Geschichte, ihres Unternehmens oder ihrer Bewegung und so kommunizierten sie auch. Ausgangspunkt ihrer Präsentationen ist also immer das „Warum“, dann erst kommen das „Wie“ und das „Was“.

Warum spricht uns ein Leader an?

Nun könnte man einwenden, es sei doch völlig egal, was man zuerst nenne. Ob ich nun zuerst erfahre, was ich kaufen soll, oder zuerst warum. Aber das ist falsch. Denn das „Warum“, das die drei Leader so in den Vordergrund stellen, spricht die Gehirnregion an, die sich evolutionsgeschichtlich als erstes entwickelt hat: Das limbische System. Das limbische System ist für unsere Emotionen und unser Verhalten zuständig. Leader schaffen es, diesen primitiven Teil unseres Gehirns anzusprechen. Wir haben also nur ein Gefühl, dass uns dazu bringt, das Civil Rights Movement zu unterstützen oder ein iPhone kaufen zu wollen. Dieses Gefühl können wir rational nicht kontrollieren – und das macht die drei Leader und ihre Ideen so erfolgreich.

Im nachfolgenden Video „How great leaders inspire action“ legt Simon Sinek dar, warum Leader so erfolgreich sind und wie sie kommunizieren.

How great leaders inspire action?

(Quelle: Simon Sinek: How great leaders inspire action / TED Talks / YouTube)

 

Dieser Beitrag wurde von Oliver Foitzik, Partner der mmc AG, geschrieben. 

 

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