Kontinuierliche Kostensenkungen: Grundlage für nachhaltiges Wachstum

Erschienen am: 16. Mai 2017

Unternehmen werden wettbewerbsfähig durch innovative Produkte und ein kluges Kostenmanagement. Das darf nicht erst bei Umsatzeinbrüchen zum Thema werden, sonst haben Manager schnell das Nachsehen. Kontinuierliche Kostensenkungen sind heute die Voraussetzung für Wachstum und Erfolg von Unternehmen.

Innovative Produkte, niedriger Preis

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Ein aktives Kostenmanagement mit gezielten Kostensenkungen ist ein Baustein für den Unternehmenserfolg. (Bild: © AKS / fotolia.com)

Die Eroberung von Marktanteilen ist Voraussetzung für den Erfolg von Unternehmen. Wie schaffen Unternehmen das?

  1. Durch Innovationen. Das Unternehmen stellt neue Produkte her, die Probleme seiner Kunden lösen.
  2. Durch Kostensenkungen. Nur so können Unternehmen dem Preisdruck standhalten. Denn die Konkurrenz schläft nicht – Produkte werden kopiert, verbessert und Konkurrenzunternehmen gewinnen Marktanteile, die wir verlieren.

Diese Zyklen beschleunigen sich infolge der Digitalisierung immer weiter. Es reicht also nicht mehr, einmal eine zündende Idee zu haben und sie dann ein Leben lang teuer zu verkaufen. Zum einen müssen Unternehmen also beständig neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln – und zwar besser schnell als perfekt. Zum anderen gilt auch, dass Kostensenkungen nicht erst bei akuter Bedrohungslage auf die Agenda kommen dürfen, sondern zum Tagesgeschäft gehören müssen.

Kostensenkungen als Voraussetzung für Wachstum

Wenn Unternehmen Kostensenkungen ankündigen, dann klingt das für Mitarbeiter oft wie eine Drohung. Denn allzu oft sind Massenentlassungen die Folge von Sparprogrammen, da die Erhöhung der Personalintensität zur Senkung der Fixkosten beitragen kann. Sozialverträglich sieht anders aus – und auch das Image polieren Entlassungen nicht gerade auf. Besonders dann nicht, wenn im gleichen Satz die Milliardengewinne des betreffenden Konzerns aufgeführt werden. Prominente Beispiele: Novartis oder der berühmt-berüchtigte Buhmann Josef Ackermann. Dabei sind die Kostensenkungen in vielen Fällen gerade die Voraussetzung für die Gewinnsteigerungen. Kluge Manager wissen: die Senkung der Unternehmenskosten ist eine kontinuierliche Aufgabe, die fest in der Unternehmenskultur verankert sein sollte.

Vorsorge treffen statt Nachsehen haben

Wer erst anfängt zu sparen, wenn die Krise schon angekommen ist, der ist einen Schritt zu spät dran. „Aktion statt Reaktion“ heißt das Motto für jedes unternehmerische Handeln. Deshalb heißt es: vorsorgen. Beständiges Drehen an Stellschrauben, um die Kosten weiter zu senken lässt Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Idealerweise kompensieren Umsatzsteigerungen diese Kostensenkungen. Bisher dauerten diese Prozesse entschieden zu lang: Denn wenn die Märkte sich angesichts der Digitalisierung beschleunigen, dann dürfen die Unternehmen nicht hinterherhinken. Gerade große Konzerne haben in der immer schneller werdenden Wirtschaftswelt mit langwierigen Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen zu kämpfen. Startups sind da oft besser aufgestellt: Flache Hierarchien und vernetzte Strukturen mit wenig Mitarbeitern, die sich auf ein Kerngeschäft konzentrieren, können flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und notfalls auch schnell Ballast durch Outsourcing abwerfen. Agilität und Flexibilität sind deshalb zentrale Eigenschaften für Unternehmen im digitalen Zeitalter. Denn unnötige Geschäftsbereiche kosten! – Kosten, die es zu senken gilt.

Der Beitrag wurde verfasst von Thomas Ring, mmc Partner und Vorstand der mmc AG.

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