IQ und EQ sind entscheidend für Projekterfolg

Erschienen am: 30. September 2015

Michael Mollenhauer, mmc AG, Consulting

(c) Michael Mollenhauer, mmc AG

In Projekten setzen Berater klassischerweise auf bewährte Projekt-Methoden. Dies sind zusätzlich mit Ansätzen aus dem Vertrauens- und Konfliktmanagement zu kombinieren, um einen wirklichen Projekt- und Unternehmenserfolg sicherzustellen. Die mmc AG verbindet in ihren Projekten ergebnisorientiert die rationale Seite („IQ“) mit der emotionalen Dimension („EQ“). Zum Thema „IQ und EQ“ haben wir mit Michael Mollenhauer, Managing Partner der mmc AG, gesprochen.

Sie sagen, dass Strategie, Kreativität und Sachverstand meist in Projekten und Vorhaben nicht hinreichend sind. Auf was kommt es an?

Natürlich ist fachliche Kompetenz der Projektteam-Mitglieder ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Projekterfolg. Gerade in komplexen Großprojekten kommt es darauf an, dass alle relevanten Funktionen gut vertreten sind. Das fachliche Know-How ist notwendig – aber alleine noch nicht hinreichend. Es kommt gleichermaßen darauf an, dass die emotionale Ebene zwischen den Projektteilnehmern gut in Balance kommt. Soziale Fähigkeiten des Einzelnen sind dann ebenso gefragt wie das Zustandekommen einer gemeinsam getragenen Vorstellung über Zielsetzung, Vorgehens- und Arbeitsweise im Projekt.

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Die richtige Mischung aus IQ und EQ sind für den Projekterfolg wichtig (© mmc AG)

Wie erreicht man die richtige Mischung?

Für einen gelungen Projektstart sollte ausreichend Energie und Systematik eingebracht werden, um auch die emotionalen Anforderungen eines anspruchsvollen Projektes zu bewältigen. Wir wählen dazu den Ansatz der „Vertrauensbasierten Führung“.

Wie lässt sich IQ (rationale Seite) und EQ (emotionalen Seite) eng verknüpfen?

Neben den fachlich-inhaltlichen Aufgabenstellungen gilt es im Projekt auch besonderen Augenmerk auf die interpersonelle Ebene zu legen. Dazu adressieren wir sowohl in der Bewertung der Ausgangssituation als auch in der Phase der Maßnahmenentwicklung unter anderem folgende Aspekte:

a) das Vertrauensprofil der Leistungsträger für die Projektführung,

b) das Vertrauensklima im Projekt selbst, den sogenannten ungeschriebenen Vertrag, nach dem das faktische Handeln im Projekt erfolgt und

c) die Auswirkungen der verschiedenen Erwartungen der einzelnen Stakeholdern.

Es „menschelt“ oft in der Strategie-Umsetzung. Was meinen Sie damit?

Hier spielt der „Ungeschriebene Vertrag“ eine besondere Rolle. Menschen in Organisationen wie auch in Projekten handeln und verhalten sich in der Regel anders, als es in expliziten Regeln und Verträgen vorgesehen ist. Ich rede dabei nicht etwa von „Vertragsbruch“, und dennoch haben diese „ungeschriebenen Verträge“ eine ebenso große Wirkung und Kraft, wie geschriebenen Verträge. Es ist eben der Mensch, der faktisch handelt, und nicht das beschriebene Papier. Das gilt insbesondere dann, wenn Menschen miteinander und füreinander arbeiten. Es „menschelt“ halt. Und das ist für die Projektverantwortlichen eine ebenso bedeutsame Aufgabe wie das Lösen der fachlichen Aufgabenstellung. Es kommt zukünftig auf die richtige Kombination von IQ und EQ in Projekten an.

Herr Mollenhauer, vielen Dank für den näheren Blick auf das Thema „IQ und EQ“.

 

Das Interview mit Michael Mollenhauer  führte Oliver Foitzik (Partner von mmc und Redaktionsleitung mmc Magazin).

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