Innovationen erfolgreich verwirklichen – aber wie?

Erschienen am: 16. Januar 2018

Ohne Innovation keine Nachhaltigkeit: Viele Firmen scheinen davon schlichtweg überfordert: Auf der Suche nach Neuerungen probieren sie alles Mögliche aus – erfolgreich sie damit aber zu selten. Worauf müssen Unternehmen bei der Verwirklichung von Innovationen achten?

Traditionsunternehmen vs. Startups

Im digitalen Zeitalter sind die Innovationszyklen kürzer. Unternehmen mit etablierten Strukturen und Prozessen tun sich oft schwer, Innovationen zu entwickeln und schnell zur Marktreife zu bringen – im Gegensatz zu Startups, die mit ihren flexiblen und vernetzten Organisationsweisen häufig schneller sind, wenn es um die Entwicklung innovativer Produkte geht.

Aus diesem Grund versuchen alteingesessene Firmen vermehrt, mit Innovation Labs, Akzeleratoren und Inkubatoren einen Hauch von Startup-Kultur in ihr Unternehmen zu bringen (mehr dazu auch unter Wege zur Startup-Kultur im Traditionsunternehmen).

Studie untersucht Erfolgsbedingungen von Innovationen

Eine Studie, die die Zeitschrift Capital veröffentlicht hat, untersuchte nun den Erfolg dieser Bemühungen – und kommt zu gemischten Ergebnissen. Unternehmen tun zwar viel, um Innovationen zu fördern, sind dabei aber längst nicht immer erfolgreich.

Trial and Error ist zwar ein wichtiges Prinzip bei der Entwicklung innovativer Produkte – wer einiges ausprobiert hat, sollte aber doch auch erfolgreiche Markteinführungen vorweisen können. Worauf kommt es an?

Mehr Vernetzung

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Der Markt verlangt nach Innovationen – aber wie verwirklichen Unternehmen sie erfolgreich? (Bild: © NicoElNino – Fotolia.com)

Innovationen sind kein Selbstzweck. Damit sie am Markt erfolgreich sein können, müssen sie ein echtes Problem der Kunden lösen. Zentrales Erfolgskriterium einer Strategie für mehr Digitalisierung, Innovationen und Disruption ist das Einbeziehen aller Unternehmensbereiche in die Produktentwicklung. Techniker, Marketing, Vertrieb und Projektleitung müssen eng zusammenarbeiten und die Kundensicht einbeziehen, um erfolgreiche Lösungen zu finden. Silodenken ist hier fehl am Platz.

Innovation Labs, Inkubatoren und Akzeleratoren dürfen die Anbindung an das Gesamtunternehmen mit seinem Tagesgeschäft nicht verlieren – sonst kann es zu lähmenden Konkurrenzkämpfen zwischen den Bereichen kommen. Entscheidend ist deshalb ein vernetzter Ansatz, der dafür sorgt, dass die verschiedenen Unternehmensbereiche nicht voneinander getrennt arbeiten, sondern gemeinsam an einem Projekt beteiligt sind. Hierfür sind Kommunikation und Austausch enorm wichtig. Damit dies gelingt, müssen Schnittstellen geschaffen werden.

Customer Centricity ist der Schlüssel zum Erfolg

Zentraler Erfolgsfaktor ist der Vertrieb. Er muss schließlich dafür sorgen, dass Kunden sich für das Produkt interessieren. Da der Vertrieb (im Idealfall) weiß, was Kunden wollen, sollte er von Anfang an in die Entwicklung einbezogen werden. So entsteht ein kundenzentrierter Ansatz, der den Schlüssel zum Erfolg bildet. Customer Centricity basiert auf drei Aspekten:

  1. Begeisterte Mitarbeiter: Sie müssen von dem, was sie herstellen, entwickeln oder verkaufen begeistert sein. Nur begeisterte Mitarbeiter können auch Kunden begeistern.
  2. Technologie und Vernetzung: Abteilungen müssen zusammenarbeiten. Wer ein Produkt verkaufen soll, muss auch an seiner Entwicklung beteiligt sein. Notwendig dafür sind technische und menschliche Schnittstellen.
  3. Organisation: Das Topmanagement muss den vernetzten Ansatz mit konsequenter Kundenzentrierung bedingungslos unterstützen.

Flexibilität in der Organisation ist notwendig

Denkt man diese Punkte konsequent weiter, so beinhalten sie viel mehr als die Entwicklung von Innovationen. Sie bedeuten die konsequente Ausrichtung des Gesamtunternehmens auf die Bedürfnisse der Kunden und haben damit nachhaltige Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen, seine Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen.

Nur Unternehmen, die auch selbst innovativ sind, indem sie sich beständig neu erfinden, können Innovationen entwickeln.

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Der Beitrag wurde verfasst von Michael Mollenhauer, Managing Partner der mmc AG.

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