Beim IT-Outsourcing treten immer wieder Probleme auf

Erschienen am: 27. März 2014

Das externe Sourcing von IT-Leistungen ist nach wie vor ein zentrales Thema für Unternehmen unterschiedlicher Größe. Peter P. Müller, Partner der mmc AG, behandelt das Thema in der Reihe „IT-Outsourcing und IT-Offshoring aus Unternehmenssicht“. Nach dem ersten Teil „Gründe für externes Sourcing der IT sind vielfältig“ geht es im zweiten Teil um Probleme beim IT-Outsourcing“.

Wachsende Nachfrage nach IT-Outsourcing in Europa

Die Anzahl von Outsourcingverträgen wird in Europa stärker wachsen als in den USA. Dabei sind Großbritannien und Deutschland die größten Einzelmärkte. All zu häufig werden aber die Probleme und die Mängel von Outsourcing-Deals vernachlässigt. Verschiedene Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass Outsourcing und Offshoring zu selten durch strategische Sourcing-Überlegungen systematisch vorbereitet werden.

Sourcing-Strategie meist nicht existent

Einige Untersuchungen zur Frage nach der Existenz von einer Corporate Sourcing-Strategie haben einige markante Schwachstellen in den Unternehmen aufgezeigt. Die Hälfte der Unternehmungen haben keine dokumentierte Strategie oder Prozesse und beziehen Leistungen ad hoc. Wenn eine Sourcing-Strategie existiert, dann ist die IT nicht unbedingt immer Teil einer umfassenden Strategie. Oder die Sourcing-Strategie bezieht sich nur auf ausgewählte Produkte und Services.

Eine Studie im US-amerikanischen Markt hat die Haupttreiber für Outsourcing-Entscheidungen und deren spätere Erfüllung hinterfragt und folgendes Ergebnis erzielt:

Outsourcing, Haupttreiber

(c) Peter Müller, mmc AG

Unzufriedenheit aufgrund Leistungsverfehlungen und Kostenüberschreitungen

Unzufriedenheit auf Seiten der Outsourcing-Geber mit den Ergebnissen von Outsourcing-Partnerschaften treten insbesondere durch Leistungsverfehlungen und Kostenüberschreitungen nach Vertragsabschluss auf. Dabei sind Leistungsverfehlungen auf ein falsches oder fehlendes Nachfragemanagement, auf inflexible Vertragsauslegungen oder Unstimmigkeiten über die ausgewählten Messkriterien für die Kostenberechnung. Die Kostenüberschreitungen begründen sich vielfach in sogenannten „Hidden Cost“ oder speziellen „Angebotsraten“ seitens der Anbieter, die erst nach Vertragsabschluss aufgedeckt werden. Ebenso werden Outsourcing Verträge teilweise mit überzogenen Erwartungen an Kosteneinsparung abgeschlossen, die nachher nicht erfüllbar sind. Ein wesentlicher Grund, der bei beiden Partnern die Ursache hat, ist ein mangelndes Management der Vertragsleistungen und -durchführung.

Der dritte und letzte Teil der Reihe beschäftigt sich mit „Risikovermeidung beim IT-Outsourcing“.

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